Die Zunahme sozialer Unsicherheit und kultureller Verunsicherung in postfordistischen Gesellschaften erzeugt einen Status Quo, in dem Prozesse der Prekarisierung und der „sozialen Entkopplung“ (Robert Castel) verstärkt das Zentrum der Gesellschaft durchziehen. Der Verlust sozialer Garantien führt dabei zur Aushöhlung sozialstaatlicher Errungenschaften. Dadurch werden die Lebenskontexte und das Alltagsleben der Menschen stark verändert.Das sozialwissenschaftliche Netzwerk S.U.P.I. beschäftigt sich auf europäischer Ebene seit Jahren mit den gegenwärtigen Formen von sozialer Unsicherheit, Prekarität und Ungleichheit. Die Reihe, herausgegeben von Mitgliedern des Netzwerks, präsentiert transdisziplinäre Forschungen zu den sozialen und kulturellen Transformationen in den sozialstaatlich geprägten Demokratien. Sie versteht sich als Forum für die Diskussion in nationalen, europäischen und auch globalen Kontexten. Ebenen einer kritischen Analyse aus multidisziplinären und feldorientierten Perspektiven werden dabei initiiert, aufgenommen und unterstützt. Überschreitung und Öffnung dienen programmatisch als Wegmarken für theoretisch-analytische Beiträge und empirisch-angewandte Forschung. Reihenherausgeber: Rolf Hepp, Robert Riesinger und David Kergel.